unbelehrbar

Wann werden es die Leute lernen? In Filmen können allgemein die abwegigsten Handlungen vorkommen. Das würde in der heutigen Zeit kaum mehr jemanden stören, sind wir ja einige Dinge gewohnt. Aber eines sollten sich die Drehbuchautoren hinter die Ohren schreiben. Sozusagen als goldene Regel fürs Filmgewerbe.

Außerirdische, die einfach nebenbei in die Handlung integriert werden, sind absolut tabu. Das soll nicht falsch verstanden werden. Ich habe nichts gegen Filme mit Außerirdischen. Wenn sich der komplette Film um die Viecher dreht, dann kann das sehr gut gehen. E.T., Independence Day oder Alien – klappt alles prima. Aber: Gibt es wirklich einen, der auf eine Handlung wie die von Knowing stolz ist? So etwas wäre als Drehbuchautor ein akzeptabler Grund, unter einem Pseudonym zu schreiben. Es folgt ein kleiner Spoiler, der über die bisherige Erwähnung von Außerirdischen hinausgeht. Dummerweise setze ich eine bekannte Handlung voraus. Sollte irgendjemand noch vor haben, den Film zu sehen, wovon ich dringend abrate, so sollte dieser jemand nicht weiterlesen.

Meine persönliche Theorie zu der Entstehung von solchen Handlungssträngen ist, dass es ursprünglich eine ist, die vollkommen ohne Aliens auskommt. Nun gibt es damit auch keine Rettungsschiffe, die ein paar Auserwählte von der Erde evakuieren. Ja, alle sterben, aber es wird eine Art Märtyrertod gestorben. Sie sterben für einen guten Film. Leider wird nun ein Screener veranstaltet, auf dem sich ein ausgewähltes Publikum den Film in einer Art Vorabfassung ansehen kann und bestimmte Elemente darin über Fragebögen bewertet. Viele Leute kritisierten hier wohl das Fehlen eines Happy Ends, nicht wissend, was sie damit anrichten. Und statt dass der Drehbuchautor zugäbe, dass es für einen solchen Film kein Happy End geben könne, wird von dem kleinen Schlamassel direkt in den Großen hineingesteuert: Deus ex machina. Allerdings sind die „Helden“ des Films – damit ist nicht John Koestler (Nicolas Cage) gemeint, da dessen Leistung abgesehen von der Überreichung des Souvenirs am Ende exakt bei Null liegt – ja nicht spontan aufgetaucht, haben sie sich ja unnötigerweise Jahre vorher bereits durch die Bekanntmachung der Liste offenbart. Wenn die das gelassen hätten, wäre es wesentlich besser gewesen. Und zwar in doppelter Hinsicht: Lucinda wäre nicht durchgedreht, was ganz im Sinn der als Retter auftretenden Außerirdischen sein sollte, und es gäbe keine Handlung für einen Film, was mir eben diesen erspart hätte.

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