Old-School

Eigentlich warte ich sehnsüchtig auf eine komfortable Variante eines eBook-Readers. In den Diskussionen zwischen Leuten, die solch Geräte toll finden und solchen, die sich eher auf der Seite der Bücherwürmer wiederfinden, habe ich mich selbstverständlich immer in erstgenannter Gruppe wiedergefunden. Argumente mit dem Charme eines Buches mit Tinte auf Papier gedruckt kommentierte ich – muss ich leider eingestehen – höchstens mit einem kurzen Lächeln.

Doch die Tage ist ein Buch in meine Hände geraten. Und dieses hat mich dann doch dazu gebracht, ein wenig von meinem Standpunkt abzuweichen. Ich will das mal zusammenfassen: Schwarzer Leineneinband; kein Leder, aber das tut ihm nichts weg; goldene Prägung auf dem Einband. Gedruckt wurde das Ding im Jahr 1970, was es nebenbei bemerkt nur zum zweitältesten Buch in meinem Besitz macht. Das merkwürdige ist meiner Meinung nach aber, dass das Buch hier zwar recht edel aussieht, aber gleichzeitig so, als wäre es ein ganz gewöhnliches Buch. Wie ein Spießer-Buch, das nicht spießen will.

Wenn ich resümmiere, dann ist das mit dem Charme vielleicht doch richtig. Wenn man nur nicht das Gefühl haben müsste, jede falsche Bewegung könnte das Buch vernichten. Papier und elektronische Gerätschaft befinden sich hier nämlich etwa in der gleichen Preisklasse.

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