Last Chance To See

Douglas Adams, Autor der äußerst erfolgreichen Romanreihe „Per Anhalter durch die Galaxis“, hat seine Zeit nicht nur dem Schreiben von Romanen gewidmet. Die BBC hat sich gedacht, er wäre der ideale Mann, einen Dokumentarbeitrag über einen seltenen Lemuren zu erstellen. Das Projekt verlief so erfolgreich, dass Adams und sein Begleiter, der Zoologe Mark Carwardine, entschlossen, das Projekt auszuweiten. Nach und nach reisten sie die halbe Welt ab, um über vom Aussterben bedrohte Tierarten zu berichten. Es entstand dabei ein mehrteiliges Radiofeature und ein Buch (engl. Last Chance To See, dt. Die Letzten ihrer Art), welches ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Die University of California, Santa Barbara hat ihn eingeladen, einen Vortrag zu halten, in dem Adams einiges über seine Ausflüge erzählt:


Das Video stammt von der Universität und steht unter der Creative Commons By-NC-ND-Lizenz 3.0.

Soweit dazu. Einige Jahre später kam schließlich jemand auf die tolle Idee, eine Art Update zu Situation der ursprünglich vorgestellten Tierarten zu machen. Adams Beteiligung schied seines Todes wegen aus. Begleitet wurde Carwardine beim Remake vom nicht weniger charismatischen Stephen Fry. Und jetzt komme ich zum Punkt: Die Dokumentation mit Carwardine und Fry wird jetzt nach und nach von Arte ausgestrahlt und ist dann (jeweils nach der Ausstrahlung einer Episode im Fernsehen) auch online auf der Arte-Homepage zu sehen. Bislang trifft das auf die Episoden eins und zwei zu. Der Zugriff ist zeitlich begrenzt. Man sollte also nicht zu lange warten.

Mich macht jetzt stutzig, dass die Episoden nur knapp 45 Minuten dauern (verglichen mit einer Stunde im Original) und es sich bei Arte um fünf Teile statt sechs Teile handelt. Die am Anfang des ersten Teils erwähnte Verletzung stammt aus der Rundschwanzseekuh-Folge, aus der wohl bei uns nichts wird. Aber 5 mal 45 Minuten beeindruckende Bilder sind auf jeden Fall besser als gar nichts.

Danke an Ronny vom Kraftfuttermischwerk für den Hinweis.

Advertisements

Who the hell wants to hear actors talk?

Ich bin auf eine Aktion von Äwe vom Nymphental aufmerksam gemacht worden, in welcher die besten Soundtracks gesucht werden. Als sowohl Film- als auch Musikfanat kann ich nicht widerstehen und begebe mich auf die Suche nach einer Auswahl, von welcher ich glaube, sie ist eine Bereicherung für die Ohren. Zu jedem der Filme gibts einen Titel. Die Liste selbst habe ich mal nicht nach Gefallen oder ähnlichen Kriterien sondern der Einfachheit alphabetisch nach Filmtitel sortiert. Links auf YouTube oder ähnliches gibts von mir leider nicht, aber ich denke, die Lieder zum Reinhören sollten trotzdem bei Bedarf leicht zu finden sein. Ich wünsche ein angenehmes Hörerlebnis. Weiterlesen

blink blink

Es ist wieder soweit. Die nächste „Ausgabe“ von Projekt Blinkenlights startet. Für jene, die das nicht kennen: Es handelt sich um eine Aktion, welche vom Chaos Computer Club (CCC) gestartet wurde, bei der die Fenster eines Hochhauses von innen gesteuert mit Scheinwerfern angestrahlt werden. Dadurch sind von außen bei Nacht diverse Animationen darstellbar. Bisher läuft das alles einfarbig, aber es sieht trotzdem schick aus. Und interaktiv ist es noch dazu: Auf den Häuserwänden konnten Passanten Pong spielen, Liebesbotschaften übermitteln oder selbst erstellte Animationen zeigen lassen.

Durchgeführt wurde das Ganze bereits zwei Mal: 2001 in Berlin (Haus der Lehren am Alexanderplatz) und 2002 in Paris (Bibliothèque nationale de France). Von Ersterem gibt es hier ein empfohlenes Video zu sehen, das das Thema mal „näher beleuchtet“.

Wie dem auch sei: Blinkenlights geht in die nächste Runde und hat sich die City Hall in Toronto (Kanada) unter den Nagel gerissen. Der Titel lautet Stereoscope. Ich sag da nur eines dazu: Ganz viele Fenster! Und vom 4. bis 12. Oktober wird fleißig geblinkt. Los geht es am 4. um 18:52 Uhr Ortszeit (EDT, UTC-4h) was 0:52 Uhr am 5. Oktober bei uns (MESZ, UTC+2h) entspricht. Einen Livestream gibt es hier, wobei der meiner Meinung nach beim Start der Aktion durchaus zusammenbrechen könnte. Schaun wa mal.