atheistischer Maulwurf?

Ich bin ein großer Fan der amerikanischen Gerichtsserie Boston Legal. Insbesondere die Figur des Alan Shore gefällt mir. Deren Schlagfertigkeit und Rhetorik stellen Shore nicht selten als Ass im Ärmel in einer ausweglos erscheinenden Situation dar. In einer der mir liebsten Szenen (aus S01E14 für Nachguckwillige) wird Shore angeklagt, mehrere Personen durch Bestechung zu einer Schlägerei angestiftet zu haben. Einer der Angestifteten wird von der Staatsanwaltschaft als Zeuge aufgerufen und bestätigt damit die Anschuldigungen. Shore fragt daraufhin im Kreuzverhör, ob der Mann nicht auch ohne die finanzielle Überzeugungshilfe der Schlägerei beigetreten wäre, um seine Freunde zu unterstützen. Als dieser das bejaht, erkundigt sich Shore, ob sich der Mann denn nun überhaupt als Zeuge der Anklage, oder doch nicht als Zeuge der Verteidigung betrachte. Eine Szene, deren Wirkung in Bewegtbildern meine bescheidene Zusammenfassung bei Weitem übertrifft. Weiterlesen

Advertisements

Darfs noch etwas mehr sein?

Ich bin so frei, eine Art Testbericht zu schreiben. Getestet wurde kein Produkt sondern eine Dienstleistung. So in der Art zumindest. Ich habe mich nämlich in die gefährliche Situation begeben, einem Vortrag (a. k. a. „Werbeveranstaltung“) über alternativmedizinische Behandlung beizuwohnen, der in der näheren Umgebung gehalten wurde. Genauergesagt geht es um einen Vortrag einer Heilpraktikerin über Schüßler-Salze.

Lange war ich am Überlegen, ob ich mir das wirklich antun sollte, da ich von der Veranstaltung über eine Anzeige der Katholischen Erwachsenenbildung – ja, so einen Verein gibt es wirklich – erfuhr und der Veranstaltungsort ein „Pfarrstüberl“ war, aber ich bin dann doch hin. Mir ging es jedoch weniger um das Produkt als um die Art und Weise, wie Kunden für solche Produkte akquiriert werden. Hier ist mein etwas lang geratener Bericht. Weiterlesen

Dieser Text ist unwichtig.

Seit einiger Zeit tobt in der – oder eher um die deutschsprachige Wikipedia eine Relevanzdiskussion. Inkludisten und Exkludisten bilden zwei Lager, die sich anscheinend stärker bekriegen als Jedi und Sith.

„Stellen Sie sich eine Welt vor, in der jeder Mensch freien Zugang zum gesamten Wissen der Menschheit hat. Das ist unser Ziel.“

Jimmy Wales, Wikipedia-Mitgründer

Nun ja. Dank Löschfanatismus wird das wohl erstmal nichts mit dem gesamten Wissen. Eigentlich ist es ja traurig, dass es trotz der Tatsache, dass es so etwas wie Platzmangel in der Wikipedia nicht gibt, so absurde Relevanzkriterien wie hier zu erfüllen gilt. Ich selbst neige zur Aussage, dass man über die Löschkandidaten sogar mehr Wissen hinzugewinnen kann als über einen Besuch eines zufälligen Artikels.  Hin und wieder spielen sich aber auch sehr lustige Dinge ab. Weiterlesen

unbelehrbar

Wann werden es die Leute lernen? In Filmen können allgemein die abwegigsten Handlungen vorkommen. Das würde in der heutigen Zeit kaum mehr jemanden stören, sind wir ja einige Dinge gewohnt. Aber eines sollten sich die Drehbuchautoren hinter die Ohren schreiben. Sozusagen als goldene Regel fürs Filmgewerbe.

Außerirdische, die einfach nebenbei in die Handlung integriert werden, sind absolut tabu. Das soll nicht falsch verstanden werden. Ich habe nichts gegen Filme mit Außerirdischen. Wenn sich der komplette Film um die Viecher dreht, dann kann das sehr gut gehen. E.T., Independence Day oder Alien – klappt alles prima. Aber: Gibt es wirklich einen, der auf eine Handlung wie die von Knowing stolz ist? So etwas wäre als Drehbuchautor ein akzeptabler Grund, unter einem Pseudonym zu schreiben. Es folgt ein kleiner Spoiler, der über die bisherige Erwähnung von Außerirdischen hinausgeht. Dummerweise setze ich eine bekannte Handlung voraus. Sollte irgendjemand noch vor haben, den Film zu sehen, wovon ich dringend abrate, so sollte dieser jemand nicht weiterlesen. Weiterlesen