Eigentlich wollte ich ja ein gist einbetten.

Mittlerweile kann ich definitiv sagen, dass ich daran Gefallen gefunden habe, Fotos so zu strecken und stauchen, dass das Ergebnis mit der realen Welt nicht mehr viel gemeinsam hat. Es geht in die nächste Runde.

Ich interpretiere jedes Pixel eines Fotos als Punkt in einem kartesischen Koordinatensystem. Soweit nichts besonderes. Dann wird jeder Punkt aber in ein Koordinatensystem überführt, welches den Radius über dem Winkel darstellt. Elemente aus dem Kreisinneren landen an einer Kante des entstehenden Bilds, Elemente aus dem Kreisäußeren an der Gegenüberliegenden. Funfact: Alle so entstehenden Bilder lassen sich horizontal nahtlos kacheln.

Weil ich der Meinung war, das der Effekt toll aussieht und man das Verfahren ohne zusätzliche Handgriffe auf andere Fotos übertragen kann, machte ich mich daran, den Code für irgend eine freie Software zu portieren. Irgendwann landete ich bei ImageMagick. Und während ich die Dokumentation nach den benötigten Stellschrauben durchsuchte, bemerkte ich, dass die Funktion bereits implementiert wurde. Neben gefühlten Millionen anderen, mit denen ich mich demnächst abgeben werde. Für die, die Interesse haben, selbst ein paar Fotos durch den Fleischwolf zu drehen, steht unten das zu verwendende Kommando. Bei den Fotos sollte der Kreismittelpunkt des dargestellten Objekts in der Bildmitte liegen. Ansonsten lassen sich starke Wellen am Rand nur durch zusätzliche Parameter entfernen, was die Stapelverarbeitung verkompliziert.

convert -distort depolar 0 infile outfile

begradigte SonnenblumeOriginal von flickr-User readerwalker unter CC-BY-NC-SA

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dem Erdboden gleichmachen

Nikki Graziano veröffentlichte vor einer Weile ein paar Fotografien in einem Projekt namens Found Functions. Über die Fotos des Projekts wurden Funktionsgraphen so montiert, dass in den Fotos vorhandene Konturen verstärkt wurden.

Etwas ähnliches habe ich mir auch vorgenommen. Statt aber kompliziertere Funktionen zu suchen, die möglichst gut in die Umgebung einzubetten sind, sah ich mir die andere Richtung an – in gewisser Weise analog zum verzerrten Eiffelturm: Das Foto wird spaltenweise (auf Pixelebene) so nach oben oder unten geschoben, dass eine vorher markierte Kurve am Ende eine Gerade bildet. Und da ich Brücken toll finde, zeige ich hier eine Auswahl des erzeugten Outputs. Mein Dank geht an die Fotografen der Originale.

Gaoliang BridgeGaoliang-Brücke, unter CC-BY-SA
Original von Wikimedia-Commons-User Hennessy unter CC-BY-SA

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Keiner da?

Ich habe ein Fable für Fotografie – schon seit einigen Jahren. Und seit ziemlich langer Zeit schon ist es eines meiner großen Ziele, so ein schickes Foto von den Leuchtspuren zu schießen, die man bekommt, wenn man sich bewegende Fahrzeuge längere Zeit belichtet. Das ganze sollte dann etwa so aussehen, wie auf dem Bildchen hier von „96dpi“ auf flickr.com. (unter der CC-Lizenz Namensnennung 2.0 US-amerikanisch (nicht portiert))

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