Let’s speed things up a bit.

Draußen herrscht zur Zeit klirrende Kälte. Ein Zustand, gegen den ich zwar nichts machen kann, dem ich jedoch trotzdem mit einem Artikel über etwas sehr heißes entgegentreten will. Dem Erdkern.

Konkret soll es um ein hypothetisches Fortbewegungsmittel namens Gravity Train gehen (eine übliche deutsche Übersetzung ist mir nicht bekannt). Dabei handelt es sich um das theoretische Konzept, durch die Erde einen langen Tunnel zu graben. Dann lässt sich ein Wagen durch die Gravitation an einem Ende des Tunnels in diesen hinein beschleunigen. Bis zur Tunnelmitte beschleunigt er und bremst ab dort ebenfalls durch die Gravitation wieder ab, bis er am anderen Ende des Tunnels – die Reibung ignorierend – zum Stillstand kommt.

Es lassen sich über die Mathematik hinter dem Konzept relativ viele Quellen finden. In etwa 42 Minuten ließe sich jeder beliebige Punkt auf der Erde erreichen. Und das unabhängig von der Entfernung, da bei einem geringeren Abstand von Start- und Zielpunkt, da mit sinkendem Abstand auch die Hangabtriebskraft abnimmt. Das Problem dieser Berechnungen ist, dass alle von einer homogenen Erde mit konstanter Dichte ausgehen, was nicht der Fall ist. Die Erde ist im Inneren wesentlich dichter als außen.

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